Jan Schallaböck

Jan Schallaböck hat Jura mit Wahlfach Europa- und Völkerrecht in Marburg und Berlin studiert. Seine Referendariatsstationen absolvierte er unter anderem im Auswärtigen Amt im Referat für internationale IKT-Politik und in der deutschen Botschaft in Kasachstan. Die Anwaltsstation hat er bei einer auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei verbracht, wo er insbesondere auch mit Rechtsfragen von offenen Lizenzen befasst war.

Im Anschluss an sein zweites Staatsexamen trat Jan Schallaböck im Herbst 2006 in den öffentlichen Dienst des Landes Schleswig-Holstein ein. Am dortigen Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz war er betraut mit der Mitarbeit in unterschiedlichen europäischen Forschungsverbünden etwa mit Microsoft, IBM, SAP und Universitäten Oxford, Leuven und Frankfurt. Aus diesem Kontext rührt auch sein Engagement in der internationalen Standardisierung. Bis Herbst 2018 war er stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe für Identitätsmanagement und Datenschutztechnologien bei der Internationalen Standardisierungsorganisation (ISO, hier: ISO/IEC JTC 1/SC 27). Neben Arbeiten mit dem World Wide Web Konsortium (W3C), der Internet Engineering Task Force (IETF) und gelegentlichen Berührungspunkten mit der Internationalen Telecommunications Union (ITU-T) ist er seit 2018 Vorsitzender der Arbeitsgruppe "Consumer protection: privacy by design for consumer goods and services“ bei der ISO (hier: ISO PC 317).

Parallel zu Ausbildung und Beruf ist Jan Schallaböck seit vielen Jahren beratend, publizierend und vortragend tätig.


Publikationen (Auswahl)

Schallaböck, J. (2014): „Verbraucher-Tracking“, Kurzgutachten im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen, Berlin  März 2014.

Schallaböck, J. (2014): „Löscht die Daten!“,  Essay, in: Kursbuch 177, Murmann Verlag 2014.

Schallaböck, J., Holtz, L.-E. (2011): “Legal Policy Mechanisms”, in: Privacy and Identity Management for Life, Springer 2011.

Schallaböck, J. (2009): „Datenschutzkontrolle durch Open-Source“, in: Datenschutz und Datensicherheit, Ausgabe 3/2009, S. 161-166.

Schallaböck, J., Leenes, R., Hansen, M. (2008): „Prime Whitepaper Version 3“, Tilburg/Kiel 2008.

Schallaböck, J., Meissner, S., Häuser, M., Janneck, K., Krasemann, H., Meints, M., Raguse, M., Rost, M., Clauß, S., Steinbrecher, S., Pfitzmann, A., Hansen, Marit, Hansen, Markus (2007): „Verkettung digitaler Identitäten“, Untersuchung  im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Kiel 2007.

Schallaböck, J., Bizer, J., Grimm, R., Staab, S., Meissner, S., Pähler, D., Ringelstein, C., Rost, M., Schwagereit, F. (2007): „SOAinVO - Chancen und Risiken von Service-orientierten Architekturen in Virtuellen Organisationen“, Untersuchung  im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Koblenz-Landau 2007.

Schallaböck, J., Damm, T. v. (2005): „Digitaler Verbraucherschutz  - Verbraucherpolitik im modernen Kommunikations- und Medienzeitalter“, Kurzgutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (Hrsg.), Berlin 2005.

Schallaböck, J., Herrmann, J., Damm, T. v. (2005): „Industrial Influences. Digital Rights Management Systeme und Trusted Computing im Musikbereich“, in: Bernd Lutterbeck, Robert A. Gehring, Matthias Bärwolff (Hrsg.): Open Source Jahrbuch 2005. Zwischen Softwareentwicklung und Gesellschaftsmodell, Berlin 2005.

Schallaböck, J., Damm, T. v. (2004): „Fehlende digitale Visionen - Bilanz des ersten Teils des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS)“, in: Forum Umwelt und Entwicklung (Hrsg.), Bonn 2004.

 

Vorträge und Lehrveranstaltungen

Big Data und Datenschutz, Vortrag auf der DuD 2013, Berlin im Juni 2013.

Do not Track and Beyond, Workshopleitung für das W3C, Berkeley, CA, November 2012.

Datenschutznormung, Vortrag im Rahmen der Konferenz "E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung", ausgerichtet von D21, Berlin November 2010.

Sicherheit in der Kommunikation und soziale Netzwerke, Vortrag auf dem 19. Deutschen EDV-Gerichtstag, Saarbrücken, September 2010.

Privacy, Identity, and Anonymity in Web 2.0, Vortrag auf dem 23. Chaos Communication Congress, Dezember 2006, gemeinsam mit Udo Neitzel und Ralf Bendrath.