Jan Schallaböck

Jan Schallaböck hat Jura mit Wahlfach Europa- und Völkerrecht in Marburg und Berlin studiert. Seine Referendariatsstationen absolvierte er unter anderem im Auswärtigen Amt im Referat für internationale IKT-Politik und in der deutschen Botschaft in Kasachstan. Die Anwaltsstation hat er bei einer auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei verbracht, wo er insbesondere auch mit Rechtsfragen von offenen Lizenzen befasst war. 

Im Anschluss an sein zweites Staatsexamen trat Jan Schallaböck im Herbst 2006 in den öffentlichen Dienst des Landes Schleswig-Holstein ein. Am dortigen Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz war er betraut mit der Mitarbeit in unterschiedlichen europäischen Forschungsverbünden etwa mit Microsoft, IBM, SAP und Universitäten Oxford, Leuven und Frankfurt. Aus diesem Kontext rührt auch sein Engagement in der internationalen Standardisierung. Neben Arbeiten mit dem World Wide Web Konsortium (W3C), der Internet Engineering Task Force (IETF) und gelegentlichen Berührungspunkten mit der Internationalen Telecommunications Union (ITU-T) ist er stellvertretender Leiter der Arbeitsgruppe für Identitätsmanagement und Datenschutztechnologien bei der Internationalen Standardisierungsorganisation (ISO, hier: ISO/IEC JTC 1/SC 27).

Parallel zu Ausbildung und Beruf ist Jan Schallaböck seit vielen Jahren beratend, publizierend und vortragend tätig.


Ausgewählte Vorträge und Publikationen:

Verbraucher-Tracking, Kurzgutachten im Auftrag von Bündnis 90/Die Grünen, Berlin, März 2014.

Löscht die Daten! Essay, in: Kursbuch 177, Murmann Verlag, 2014.

Big Data und Datenschutz, Vortrag auf der DuD 2013, Berlin im Juni 2013.

Do not Track and Beyond, Workshopleitung für das W3C, Berkeley, CA, November 2012.

Legal Policy Mechanisms, in: Privacy and Identity Management for Life, Springer 2011, zusammen mit Leif-Erik Holtz.

Datenschutznormung, Vortrag im Rahmen der Konferenz "E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung", ausgerichtet von D21, Berlin, November 2010.

Sicherheit in der Kommunikation und soziale Netzwerke, Vortrag auf dem 19. Deutschen EDV-Gerichtstag, Saarbrücken, September 2010.

Datenschutzkontrolle durch Open-Source, in: Datenschutz und Datensicherheit, Ausgabe 3/2009, S. 161-166.

Prime Whitepaper Version 3, Tilburg/Kiel 2008, gemeinsam mit Ronald Leenes und Marit Hansen.

Verkettung digitaler Identitäten, Untersuchung  im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Kiel 2007, gemeinsam mit Marit Hansen, Sebastian Meissner, Markus Hansen, Marita Häuser, Kai Janneck, Henry Krasemann, Martin Meints, Maren Raguse, Martin Rost, Sebastian Clauß, Sandra Steinbrecher und Andreas Pfitzmann.

SOAinVO - Chancen und Risiken von Service-orientierten Architekturen in Virtuellen Organisationen, Untersuchung  im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Koblenz-Landau 2007, gemeinsam mit Johann Bizer, Rüdiger Grimm, Steffen Staab, Sebastian Meissner, Daniel Pähler, Christoph Ringelstein, Martin Rost, und Felix Schwagereit.

Privacy, Identity, and Anonymity in Web 2.0, Vortrag auf dem 23. Chaos Communication Congress, Dezember 2006, gemeinsam mit Udo Neitzel und Ralf Bendrath.

Digitaler Verbraucherschutz - Verbraucherpolitik im modernen Kommunikations- und Medienzeitalter, Kurzgutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (Hrsg.), Berlin 2005, gemeinsam mit Tile von Damm.

Industrial Influences. Digital Rights Management Systeme und Trusted Computing im Musikbereich, in: Bernd Lutterbeck, Robert A. Gehring, Matthias Bärwolff (Hrsg.): Open Source Jahrbuch 2005. Zwischen Softwareentwicklung und Gesellschaftsmodell, Berlin 2005, gemeinsam mit Jens Herrmann und Tile von Damm.

Fehlende digitale Visionen - Bilanz des ersten Teils des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS), Forum Umwelt und Entwicklung (Hrsg.), Bonn 2004, gemeinsam mit Tile von Damm.